Cowork Nord auf der Suche nach „New Work Spaces“ unterwegs in Preetz

Ein wenig Abwechslung tut immer gut! Cowork Nord checkt für euch außergewöhnliche Work Spaces, die die Arbeit zum Vergnügen machen.  Zum Auftakt besuchte Carsten Lorenzen das Hotel Neeth in Preetz, das eine tolles Angebot in Sachen „workation“ bietet.

Die Hotelzimmer im Hotel Neeth sind, aufgrund von Corona, nun seit Wochen bis auf wenige Dienstreisende leer. Darauf hat das Hotel mit einem alternativen Angebot schnell reagiert. Momentan sind viele Berufstätige von ihren Büros auf einen Arbeitsplatz zu Hause ausgewichen. Um dem Stress und der Monotonie zu entfliehen, was mitunter das Homeoffice bedeutet, bietet das Hotel nun die Möglichkeit sich tagsüber in die Hotelzimmer in Preetz einzumieten, um von dort aus entspannt arbeiten zu können.

Genau das konnte ich nun ausprobieren und das Hotel Neeth hat mir sogleich das beste Zimmer spendiert. Mir wurde nicht nur eine frische Kanne Kaffee ins Zimmer gebracht, sondern auch ein netter Obstteller stand bereits im Zimmer bereit.

Zuallererst muss natürlich ein Kaffee her. Mit dem ersten Schluck fällt mir der Ausblick auf die grüne Umgebung ins Auge. So einen Ausblick bin ich, mitten in der Kiel wohnend, gar nicht mehr gewöhnt. Vom Fenster aus kann ich nicht nur endlose Felder erblicken, sondern auch Pferde sowie gackernde Gruppe Hühner. Landleben pur. Aus meinem Hinterhoffenster in der Stadt hätte ich heute höchstens meinen Nachbarn dabei beobachten können, wie er in Adilette den Müll rausbringt. Eine angenehme Abwechslung.

Nach dem ersten Kaffee geht’s an die Arbeit. Denkste! Zu allererst werde ich in ein nerviges Telefonat verwickelt. Mit dem Handy in der Hand streife ich durch das Hotelzimmer, lasse mich von einem gesprächigen Kollegen zutexten, und gehe zur Ablenkung auf Entdeckungstour. Ich entdecke das Badezimmer für mich und begutachte meine neue Frisur, die ich mir direkt am Tag der Öffnung der Friseursalons mit einer Stunde Wartezeit erkämpft hatte. Seit Monaten wurden die Haare zuvor länger und länger. Endlich kann ich nun wieder in den Spiegel schauen ohne mich zu fragen wer dieser ungepflegte Hippie-Typ gegenüber sein könnte.

Im Schlafzimmer angekommen fällt mein Blick mein Blick dann auf das Hotelbett aus. Eigentlich könnte ich ja mal Probe liegen. Wie gedacht, so getan. Die Hotelbetten müssen ja auch in Corona-Zeiten mal belastet werden. Schnell schließen sich dann auch meine Augen. Als nächstes höre ich das Klingeln meines Handys. Shit! Beim Blick auf die Uhr bin ich erschüttert. 30 Minuten bin ich anscheinend in den Schlaf gefallen. Das klappt ja schon gut mit dem Arbeiten hier! Zeit für die nächste Tasse Kaffee und ein wenig Bewegung ist mein Gedanke. Ich muss ja wieder in die Gänge kommen.

Die nette Mitarbeiterin des Hotels hatte mir zuvor vom Meditations- und Fitnessraum des Hotels erzählt. Noch immer nicht richtig wach, riskier ich aber nur einen Blick in den Fitnessraum und entscheide mich dann doch lieber für den Meditationsraum. Das Handy auf stumm geschaltet, versuche ich dann mal zu meditieren. So richtig in das Meditieren komme ich jedoch nicht. Schon der Schneidersitz macht mir ernsthafte Probleme. Ich bin wohl einfach zu unbeweglich für solche Aktivitäten. Das Nickerchen auf dem Hotelbett war auf jeden Fall entspannender als diese Meditationssession.

Inzwischen ist es schon Mittag geworden, ich bin hungrig. Zeit um etwas zu essen zu bestellen. Dafür machte ich mich auch auf zur Rezeption, wo ich den Hotelbesitzer Kay Neeth antreffe. Kay Neeth berichtet mir, dass außer mir noch ein weiteres Ehepaar das neue Angebot des Hotels nutzt. Ich bin hier also nicht alleine. Ansonsten ist es aber recht ruhig und nur einige Dienstreisende beleben das Hotel. Die touristischen Gäste bleiben aufgrund der Corona-Maßnahmen erstmal aus und das Team von Hotel Neeth setzt nun auf „Heimaturlauber“. Das Angebot „Homeoffice im Hotel“ ist mittlerweile in vielen Beherbergungstätten der Region zu finden. Es gibt eine Extra-Homepage dazu: www.homeoffice-im-hotel.de.

Auf meinem Zimmer zurück, versuche ich mich dann doch an die Arbeit zu machen. Nach dem Essen des Lunchpakets schaffe ich es dann doch zumindest meine Mails abzuarbeiten.
Alles in allem hatte ich einen sehr erholsamen „Arbeitstag“ in Preetz. Gefühlt ist der Tag im Hotel ein wenig mehr Urlaubs- als Arbeitstag gewesen. Das lag natürlich auch an meiner persönlichen Einstellung und dem umfassenden Angebot des Hotels.

Da das Hotel Neeth nicht nur eine schnelle Internetverbindung und Zimmerservice anbietet, sondern auch eine nette Terrasse im Grünen zum Relaxen sowie Meditations- und Fitnessraum zur Verfügung stellt, kann vielmehr von „Workation“ gesprochen werden. Also Arbeiten (Work) und Urlaub (Vacation) in einem. Meiner Meinung nach, eine sehr gute Idee, vor allem in dieser jetzigen Zeit der Corona-Pandemie, die klassisches Verreisen momentan ja noch unmöglich macht. Ich denke ein wenig Abwechslung kann diese Tage jeder gut gebrauchen, dafür ist ein Aufenthalt in einem schönen Hotel wie dem Neeth in Lehmkuhlen in der Nähe von Preetz hervorragend geeignet.