Mobiles Hightech Prototyping bei Cowork Nord – Projektleiter Volker Breust im Interview

Der Maker Week Projektleiter Volker Breust im Interview. Was erwartet uns in den kommenden Wochen in den Coworking Spaces von Cowork Nord?

Bereits seit Juli sind im ganzen Bundesland mobile Hightech-Werkstätten im Einsatz: Kompakte MakerCubes bringen digitale Fertigungsmöglichkeiten direkt in die Unternehmen und Wirtschaftsförderungseinrichtungen. Die MakerCubes sind als mobile FabLabs konzipiert – offene Werkstätten, in denen mittels moderner Produktionstechniken wie 3D-Drucker, CNC-Fräse und Lasercutter in kurzer Zeit Prototypen, Einzelstücke und Kleinserien entstehen. Begleitet wird der Einsatz durch Workshops verschiedener Intensität. Geleitet wird das Projekt durch den erfolgreichen Industriedesigner Volker Breust. Der gebürtige Lippstädter hat nach seinem Studiuman der Muthesius Kiel über 20 Jahre für die Automobilindustrie gearbeitet. Als Erfinder hat er zudem Innovationen wie die Schaumette ins Leben gerufen und im vergangenen Jahr die Fixeur Studios gegründet. Wir sprachen mit Volker über die bevorstehende Maker Week bei Cowork Nord.

Volker bitte Beschreibe das MakerCube Projekt mit 3 Worten?

Es geht um Ausprobieren, High-Tech und Inspiration.

Was bedeutet das ‚Maker‘ in MakerCube?

Das Maker steht dafür einfach mal zu machen. Es geht darum neue Technologien auszuprobieren und die Möglichkeiten für die eigene Unternehmungen auszuloten.

Warum ist ein Cube im MakerCube?

Dieses Projekt basiert darauf die digitalen Fertigungstechnologien mobil zu machen und damit in ganz Schleswig-Holstein unterwegs zu sein. Daher passt unser Angebot in einen Cube, der nicht größer als ein Kubikmeter ist.

Was steckt im Inneren des MakerCubes?

Den MakerCube können wir mit verschiedenen High-Tech Geräten bestücken. Das reicht von additiven Fertigungsverfahren, wie dem 3D-Druck, zu einem 360°-3D-Scanner, mit dem man Räume einscannen kann. Dazu kommen Expertinnen, die Einführungen geben und unterstützen, damit Ihr loselegen könnt.

Was sind die genauenTechnologien im MakerCube?

Den MakerCube können wir mit verschiedenen High-Tech Geräten mit additiven Fertigungsverfahren bestücken. Es stehen verschiedene Arten von Technologien zur Verfügung. Zum einen haben wir 360°-3D-Scanner zum Digitalisieren von Räumen, sodass man danach mit Hilfe verschiedener Fertigungstechnologien passgenaue Prototypen für den Raum fertigen könnte. Oder man entwirft am Rechner in einem CAD-Modell ein 3D-Modell, welches man dann mit einer unsere Fertigungsverfahren ins physische umsetzen kann (z.B. 3D-Drucker, Lasercutter oder mit der 5-Achs-Fräse). Also von der Idee ganz schnell zum Prototypen. Dazu kommen Expertinnen, die Einführungen geben und unterstützen, damit Ihr loselegen könnt.

Was kann man damit machen? Kannst du Beispiele nennen?

Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Es können passgenaue Ersatzteile gefertigt werden, neue Möglichkeiten für den Einsatz von digitaler Technologie im Unternehmen ausprobiert werden. Wie wäre es zum Beispiel mit kürzeren Entwicklungszyklen durch 3d-gedruckte Bauteile, die dank Karbon-Faser-Inlay, sogar eine erste Bestandsprobe aushalten würden?

Wie funktioniert das in der Praxis, was muss man tun?

Die Dateien für die Maschinen werden am Rechner digital erstellt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Vektor-Grafiken für den Laser Cutter oder ein 3D-Modell aus dem CAD-Programm. Wir geben natürlich eine Einführung zu den verschiedenen Programmen und wie man am einfachsten zu seinem gewünschten Ergebnis kommt.

Was für Technologien sind deiner Erfahrung nach am beliebtesten? Bekommt das jeder hin?

Die Beliebtheit der Technologien hängt stark vom Nutzungsfall ab. In manchen Fällen ist es praktisch sehr schnell grobe Modelle zu erstellen, z.B. mit dem Laser-Cutter. In anderen Fällen ist es wichtiger, dass die Teile eine Belastung aushalten und der 3D-Drucker mit Karbon-Faser-Inlay wird benutzt. Wir unterstützen euch so, dass ihr es hinbekommt. Wir beginnen immer mit einer Einführung in die Maschinen mit unseren Trainer*innen. Dadurch lernt ihr die Maschinen kennen und könnt natürlich auch Nachfragen stellen. Auch während der Arbeitsphasen könnt ihr uns erreichen, falls ihr Fragen habt.

Was macht die Maker Week interessant?

Zum einen führen wir an neue Technologien heran und identifizieren Anwendungsfälle für eure Unternehmung, eure Projekte und eure Probleme. Gemeinsam werden Ideen entwickelt und ein erster Prototyp in Angriff genommen. Also ist das ganze hands-on. Daher: Wage den ersten Schritt! Zudem wirkt das Experimentieren mit neuen Verfahren und aktuellen Maschinen inspirierend auf die Mitarbeiter*innen.

Für wen ist der MakerCube interessant?    

Die MakerCubes bieten die Möglichkeit sich mit modernen Produktionsmöglichkeiten zu beschäftigen und Potentiale für den eigenen Betrieb auszuloten. Daher sind die MakerCubes sowohl für Start-Ups als auch Handwerk oder Produktionsbetriebe interessant.

Wir danken dir für deine Zeit und freuen uns auf den Start in der kommenden Woche.

Termine:

Einführung Make and Work Day

12. August Cowork Nord Schwentinental – Hier geht es zur Anmeldung.

19. August Cowork Nord Hohenwestedt – Hier geht es zur Anmeldung.

26. August Cowork Nord Eckernförde – Hier geht es zur Anmeldung.

Make and Work Camp

12.-15. August Cowork Nord Schwentinental – Hier geht es zur Anmeldung.

19.-22. August Cowork Nord Hohenwestedt – Hier geht es zur Anmeldung.

26.- 29. August Cowork Nord Eckernförde. Hier geht es zur Anmeldung.

Das Projekt MakerCubes wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus aus Mitteln des Digitalisierungsprogramms des Landes Schleswig-Holstein.